25.5.08
Vorerst letztes Pflichtspiel in der Adolf Jäger Kampfbahn
Dabei hat die alt ehrwürdige Adolf Jäger Kampfbahn einiges zu bieten: Moderne WCs und Kassenhäuschen zum Beispiel. Echte Dschungelatmosphäre auf begrünten Rängen. Jede Menge Stehplätze, Patina und Charme.
4.5.08
27.4.08
Neues aus Prag: Veitstanz im Schatten des Veitsbergs
Ob es der Sieg des lokalen Stadtteilerstligaclubs Victoria Zizkov gegen den Prager Erstligadino Slavia Prag bis auf die Titelseite geschafft hat werde ich daher nicht erfahren. Muss ich aber auch nicht verstehen, denn das Spiel habe ich live im Stadion miterleben duerfen. Meine Sympathien galten dabei dem Underdog aus Zizkov, und ich habe sie nicht verschenkt. Vergleichbar ist eine solche Partie mit einem Spiel St.Paulis gegen den HSV, Zizkov hatte irgendwie 20 Prozent Ballbesitz, zwei Torchancen und hat aus diesem bisschen gar nichts ein komfortables und eindeutiges 3:0 herausgespielt.
Eine seit Jahren in Prag lebende Englaenderin klaerte mich darueber auf, warum im Stadion nur die beiden Geraden ausverkauft wurden und die Kurven hinter den Toren leer blieben: Vor zwei Wochen haben die Hooligans von Sparta, Slavias Erzrivalen, das Stadion auseinandergenommen und an der Plastikbestuhlung herumgefackelt. Derzeit wartet man noch auf den Ersatz neuer Bestuhlung. Abgesehen von diesem Klassiker aller Derbys war dieses aber ausgesprochen ruhig. Slavia gilt eher als der Intellektuellen Klub weshalb der Vergleich mit dem HSV offensichtlich hinkt. Ich ziehe ihn hiermit zurueck.
Morgen gehts weite rnach Dresden, dann gibts ausfuehrlichere Berichte und ggfs. ein paar Photos. Es gibt Rossmann in Tschechien und auch so etwas wie KIK, auch wenn das hier anders heisst. Nicht minder lesenswert sind dessen Prospekte und das feilgebotene Sortiment.
5.4.08
Paderborn
12.2.08
Der Weisse Neger Wumbaba
Kostprobe gefällig?
Nirvana: Smells Like Teen Spirit
The real lyrics were:
Here we are now, entertain us
But I misheard them as:
Here we are now in containers
Suche Karten!
8.2.08
Rambo
21.1.08
Eure Taler sind nicht unser Bier
Wenn man keine Probleme hat, dann macht man sich welche. So betrachtet scheint es dem FC St.Pauli zur Zeit sehr gut zu gehen. Am Samstag ist der Caterer im Rahmen des Freundschaftsspiels gegen Hannover 96 an die Fans mit einem Flyer herangetreten. Demnächst ist demzufolge die Einführung einer stadioneigenen Währung, dem "Millerntaler", geplant. Diesen benötigt man für Bier, Bratwurst und ähnliches, was man im Stadion kaufen kann. Diese Taler sind optisch wie Pokerchips gestaltet, weshalb ich den Flyer zunächst als Werbung für Pokerchips mit Vereinslogo misinterpertiert habe.
Den Mist sollte man nicht einführen! Bemerkenswert still ist es derzeit von Vereinsseite die sich dazu noch nicht geäußert hat. Mögliche Vorteile werden durch das benötigte anstehen für Erwerb und Eurorücktausch dieser Taler hinfällig. Besonders dumm ist diese Zwischenwährung für Gästefans, die oft nicht genug Zeit haben (während die Polizei sie schon aus dem Stadion drängelt), ordentlich ihre Chips zurückzutauschen und die in der Regel nur einmal pro Saison zu Besuch sind. Diese Nachteile gibt es jetzt schon bei anderen Vereinen und Stadien, so z.B. auf Schalke oder in der Allianzarena zu beobachten.
Vielleicht hilft ein Boykott? Mal abwarten, da zu oft aber soweiso kein Bier ausgeschenkt werden darf ist ein solcher um so leichter durchzuführen.
15.1.08
10.1.08
5.1.08
Zu Hause...
3.1.08
Impressionen aus Taiwan: Betelnuss und Hakenkreuze
Taiwan ist wie China, nur besser entwickelt. Die staubigen Grossstaedte hier sind ebenso schmutzig und bekommen zu Recht keinen Preis als Luftkurort. Die Grundversorgung mit Tuetensuppen und Nudel-Instant Gerichten ist durch ein engmaschiges Netz an Seven-Eleven Shops sichergestellt, im Durchschnitt findet sich eine Filiale alle 300m. Weniger haeufig aber alles andere als selten ist die Abdeckung durch Starbucks, was fuer mich als nichtkaffeetrinker aber weniger wichtig ist. Sehr beliebt sind Automaten, an denen man zu jeder tageszeit wirklich alles kaufen kann. Neben mit steht ein Zuckerwattenautomat, dieser spielt ein Medley aus "Schni Schna Schnappi, das kleine Krokodil" und Beethovens neunten Symphonie, eine sehr interessante Mischung die mir nach der 10. Zuckerwatte aber gehoerig auf den Keks geht. Mein selbstgemaltes Schild mit der Aufschrift "Heute Kaputt, Keine Zuckerwatte" findet allerdings nicht die gewuenschte Beachtung. Vielleicht sollte ich einfach den Stecker ziehen?
Taiwan ist in etwa so gross wie NRW und laesst sich am effektivsten und preiswertesten per Bus bereisen. Trotzdem goennt sich das Land einen selbstentwickelten Hochgeschwindigkeitszug, das Netz fuer diese Fortbewegungsart ist mit seinen ca. 5 Stationen aehnlich dicht ausgebaut wie das Bielefelder U-Bahnnetz. Im Vergleich zum ICE ist dieser Zug huebscher und puenktlicher, im Vergleich mit der Transsibirischen Eisenbahn ausserdem sehr sauber. Individueller laesst sich das Land mit gemieteten Motorollern (sog. Scooter) japanischer Bauart bereisen. Mit 12,- Euro Miete pro Tag ausserdem eine sehr preiswerte Variante der Fortbewegung.
Was dem suedamerikanischen Indio der Genuss von Kokablaettern das ist dem taiwanesischen Fernfahrer seine Betelnuss. Angeblich soll sie eine leicht berauschende Wirkung haben, dem Volksmund nach wird das maennliche Glied so hart, das man einen gefrorenen Acker damit umpfluegen kann (letzteres wird ja auch dem Kokaingenuss nachgesagt). In Ermangelung von gefrorenen Aeckern kann ich das allerdings nicht bestaetigen. Auch eine berauschende Wirkung stellt sich nach dem Genuss bei mir nicht ein, einen Brechreiz finde ich generell eher wenig berauschend. Das Zeug schmeckt einfach abscheulich. Aehnlich dem Kautabak lutscht man auf der Nuss herum und spuckt den sich bildenden Speichel in regelmaessigen Abstaenden einfach auf die Strasse, was rote Rotzflecken hinterlaesst. Dieser Effekt laesst sich leicht simulieren: Einfach mal schoen die Fresse polieren lassen und dann blutige Rotze ausspucken - fertig!
Kaufen kann man die Betelnuesse bei den so genannten Betelnussmaedchen. Einem Strassenstrich nicht unaehnlich verkaufen sie die Nuesse in kleinen Kabinen am Wegesrand. Diese Plexiglasbuden sind gut beheizt (die in Miniroecke oder Unterwaesche gewandeten Verkaeuferinnen wuerden sich sonst zu leicht die Eierstoecke erkaelten) und vom weiten durch auffaellige bunt strahlende Neonroehren leicht zu erkennen. Gegen ein Aufgeld werden auch andere Dienstleistungen die ueber den Verkauf von Betelnuessen weit hinausgehen und eher im zwischenmenschlichen Bereich angesiedelt sind verkauft. Kenntnisse der Landessprache und etwas Verhandlungsgeschick sind hier von Vorteil.
Aller Orten trifft man auf Hakenkreuze. Sie kennzeichnen wahlweise vegetarische Restaurants, buddhistische Gottheiten und nur in Ausnahmefaellen ein Hitlerkreuz. Anbei ein paar zusammenfassende Beispiele und abschliessende Impressionen aus Taiwan:

