23.3.09
100 Jahre ALTPA Bier!
Am Ende spielen wir nur 1:1 gegen die Puppenkistestädter, ein Punkt der sich wie eine Niederlage anfühlt. Aber immerhin habe ich nach 90 Minuten das kniffelige Rätsel aus der Stadionzeitung gelöst. Wenigstens ein Erfolgserlebnis, es hat sich also gelohnt, aufzustehen. Darauf ein frisch gezapftes ALTPA-Bier!
9.3.09
2.3.09
Meet Alice
Mein Internet ist zu langsam, also greife ich zum Hörer um von meinem Internet-Provider Alice mal gehörig die Leitung durchpusten zu lassen. Die Call-Center Mitarbeiterin hat einen schlechten Tag und besticht durch ihre Pampigkeit und allgemeine Unfreundlichkeit.
Sie sollte eigentlich Mitleid mit mir haben! Weiss sie denn nicht, das es vier Anrufe verschiedener Service-Hotlines (eiin paa inzwischen abgeschaltet), Odysseen durch Menüs ("Bitte drücken sie 3 wenn sie eine Störung melden wollen ... ", 3, Stille spontan abgelöst von einem Freizeichen und zurück auf Los - nochmal von vorne) und 15 minütiger Klassikberieselung in der Warteschleife bedarf bis ich mit ihr sprechen kann?
Alice: "Wie lautet ihre Kundennummer?"
Ich: "Weiss ich nicht, bin schon froh wenn ich meine eigene Telefonnummer hinbekomme, die Kundennummer steht nicht in dem Schreiben das mir vorliegt ..."
Alice: (genervt) "Die muss draufstehen! Schauen sie genauer hin!"
Ich: "Nein, sie irren. Weder auf Vorder- noch auf der Rückseite, vielleicht auf dem Anschreiben aber das hab ich hier nicht ..."
Alice: (seufzt) "Ok, dann geben sie mir halt ihre Rufnummer!"
Ich: "Gerne!" (diktiere meine Nummer langsam, darauf ein zweites Mal einzeln Ziffer für Ziffer weil sie mir nicht folgen kann)
Sie: "Und jetzt ihr Passwort!"
Ich: "Oh, das weiss ich nicht ... vielleicht xxxx73?"
Sie: "Nein"
Ich: "Oh"
Sie: (kurze Pause) "Und ?"
Ich: "Mmmmhhhh ... 1 2 3 4 5 6 7 ?"
Pause
Sie: "Wollen sie mich verarschen?"
Ich: "Vielleicht eine 8 am Ende?"
Sie: "NEIN, auch nicht..."
Ich: "Wie gesagt, ich kenne mein Passwort nicht..."
Sie: "Ok, dann sagen sie mir ihre Anschrift und ihr Geburtsdatum!"
Ich liefere beides...
Ich: "Und wenn ich schon einmal dabei bin: Kann ich das Passwort jetzt ändern? Ich schreibs mir dann auch auf und habs das nächste Mal vorrätig..."
Sie: "Nein, ändern geht nur per Post oder Fax."
Ich: "Schade, dafür muss ich dann auch mein altes Passwort kennen?"
Sie: "Natürlich!"
Ich: "Na ja, vielleicht fällt es mir bis zum nächsten Mal wieder ein. Ich rufe an weil mein Internet zu langsam ist..."
Sie: (unterbricht) "... weil sie ja auch ein viel zu altes Produkt haben! Alice 2000 liefert nur xxx mbps ..."
Ich: "Ich bin schon zufrieden wenn es wieder so schnell ist wie Vorgestern."
Sie: (genervt) "Können sie das konkretisieren ?"
Ich: "Ich wills mal versuchen... Seit Vorgestern ist mein Anschluss gefühlt so langsam als ob ich mit meinem alten 2400 Baud Akkustikkoppler online gehe ..."
Sie: (triumphierend) "Das ist ja auch richtig so!!! Wie ich bereits sagte - sie haben nur Alice 2000!!!!"
Ich: (jetzt hat sie mich geknackt und ich reagiere pampig und genervt) "Ist mir egal ob sie wissen wieviel 2400 Baud sind, ich möchte einfach nur die Leitung durchgepustet bekommen!!!"
usw. usf.
Schön ist, das ich für diesen prompten Service auch noch zahle. Und Easy-Listening Mucke in der Warteschleife ist dabei umsonst. Ich liebe Call-Center. Die sind oft nett, dieses Mal zur Abwechselung mal lustig.
Sie sollte eigentlich Mitleid mit mir haben! Weiss sie denn nicht, das es vier Anrufe verschiedener Service-Hotlines (eiin paa inzwischen abgeschaltet), Odysseen durch Menüs ("Bitte drücken sie 3 wenn sie eine Störung melden wollen ... ", 3, Stille spontan abgelöst von einem Freizeichen und zurück auf Los - nochmal von vorne) und 15 minütiger Klassikberieselung in der Warteschleife bedarf bis ich mit ihr sprechen kann?
Alice: "Wie lautet ihre Kundennummer?"
Ich: "Weiss ich nicht, bin schon froh wenn ich meine eigene Telefonnummer hinbekomme, die Kundennummer steht nicht in dem Schreiben das mir vorliegt ..."
Alice: (genervt) "Die muss draufstehen! Schauen sie genauer hin!"
Ich: "Nein, sie irren. Weder auf Vorder- noch auf der Rückseite, vielleicht auf dem Anschreiben aber das hab ich hier nicht ..."
Alice: (seufzt) "Ok, dann geben sie mir halt ihre Rufnummer!"
Ich: "Gerne!" (diktiere meine Nummer langsam, darauf ein zweites Mal einzeln Ziffer für Ziffer weil sie mir nicht folgen kann)
Sie: "Und jetzt ihr Passwort!"
Ich: "Oh, das weiss ich nicht ... vielleicht xxxx73?"
Sie: "Nein"
Ich: "Oh"
Sie: (kurze Pause) "Und ?"
Ich: "Mmmmhhhh ... 1 2 3 4 5 6 7 ?"
Pause
Sie: "Wollen sie mich verarschen?"
Ich: "Vielleicht eine 8 am Ende?"
Sie: "NEIN, auch nicht..."
Ich: "Wie gesagt, ich kenne mein Passwort nicht..."
Sie: "Ok, dann sagen sie mir ihre Anschrift und ihr Geburtsdatum!"
Ich liefere beides...
Ich: "Und wenn ich schon einmal dabei bin: Kann ich das Passwort jetzt ändern? Ich schreibs mir dann auch auf und habs das nächste Mal vorrätig..."
Sie: "Nein, ändern geht nur per Post oder Fax."
Ich: "Schade, dafür muss ich dann auch mein altes Passwort kennen?"
Sie: "Natürlich!"
Ich: "Na ja, vielleicht fällt es mir bis zum nächsten Mal wieder ein. Ich rufe an weil mein Internet zu langsam ist..."
Sie: (unterbricht) "... weil sie ja auch ein viel zu altes Produkt haben! Alice 2000 liefert nur xxx mbps ..."
Ich: "Ich bin schon zufrieden wenn es wieder so schnell ist wie Vorgestern."
Sie: (genervt) "Können sie das konkretisieren ?"
Ich: "Ich wills mal versuchen... Seit Vorgestern ist mein Anschluss gefühlt so langsam als ob ich mit meinem alten 2400 Baud Akkustikkoppler online gehe ..."
Sie: (triumphierend) "Das ist ja auch richtig so!!! Wie ich bereits sagte - sie haben nur Alice 2000!!!!"
Ich: (jetzt hat sie mich geknackt und ich reagiere pampig und genervt) "Ist mir egal ob sie wissen wieviel 2400 Baud sind, ich möchte einfach nur die Leitung durchgepustet bekommen!!!"
usw. usf.
Schön ist, das ich für diesen prompten Service auch noch zahle. Und Easy-Listening Mucke in der Warteschleife ist dabei umsonst. Ich liebe Call-Center. Die sind oft nett, dieses Mal zur Abwechselung mal lustig.
22.2.09
Auf der Straße ...
Wenn benutzte, vollgefickte Kondome ein Rohstoff wären die Geld wie Pfandflaschen brächten, dann läge das Geld in Hamburg auf der Straße. So einfach ist es aber leider nicht.
10.1.09
Freitod eines Milliadärs
Zum Selbstmord des Herrn Merckle titelt das Handelsblatt wie folgt:

Anscheinend war sein Tod also nicht umsonst ....
Von diesem Ereignis überschattet schaffte es die wichtige Meldung über einen Rückruf von Ratiopharm Antidepressiva nur in die Titanic. Schade!

Anscheinend war sein Tod also nicht umsonst ....
Von diesem Ereignis überschattet schaffte es die wichtige Meldung über einen Rückruf von Ratiopharm Antidepressiva nur in die Titanic. Schade!
24.12.08
Frohe Weihnachten!
23.12.08
Generation Doof
Bayern wird in der Ex-DDR verortet, Polen in der Nordsee und Berlin ist irgendwo bei Frankfurt. Ein Klassiker:
"Dein Traumjob? Arbeitslos .... oder Megastar, das wär cool..."
"Dein Traumjob? Arbeitslos .... oder Megastar, das wär cool..."
3.12.08
Wie man es in das Internet hineinruft ...
... so schallt es heraus. Weiß der Volksmund. Ins Internet ruft man häufig mit einer Suchmaschine (Google et. al.) die einem dann prompt Treffer aus dem großen Misthaufen Internet frei Haus liefert.
Optimal ist, wenn die Treffer zur Suchanfrage passen. Suchmaschinen sind da nicht immer ganz perfekt. Zur Illustration hier eine Auswahl aus Zugriffen auf dieses Blog von Leuten, die ihren Weg hierher per Suchmaschine fanden (siehe unten angefügte Liste).
Wer nach "Dölfer" gesucht und hier gelandet ist - herzlich willkommen, hier sind sie richtig!
Ob die Gäste auf der Suche nach den neuesten Infos zu den Strassenstrichen in Neapel, Tallinn oder Oslo hier fündig geworden sind weiss ich leider nicht. Auch habe ich nur sehr wenig erhellendes zum Thema Fickgeschichten aus Chisinau mitzuteilen, auch wenn ich dort erst vor kurzem war. Ich möchste mich bei Menschen auf der Suche nach vollgepissten Hosen oder Testberichten von Faltencremes für Männer, Liebhabern von dicken Münchnerinnen oder Hobbybastlern, die Perlen auf Kugelschreiber kleben möchten, entschuldigen: Dieses Blog ist eine Sackgasse und wird euch nicht weiterhelfen.
Auch schön: manche Benutzer geben in Google ganze Sätze ein. Ich stelle mir vor, das sie zu Hause sitzen und mit ihrem Rechner reden. Solche Menschen sind sicher glücklich und kennen das Wort Einsamkeit nur aus dem Duden.
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20.11.08
Letzter Bericht vor der Autobahn
Da ich morgen - leider, mir blutet mein Herz allein bei dem Gedanken daran - nach Deutschland abreise hier ein paar letzte Zeilen von der schoenen Insel.
Ganz auf der Hoehe der Zeit kann man hier ueberall "Feeback" geben. Auf Baustellenschildern stehen Telefonnummern und Internetadressen unter denen man sich beschwerend oder lobend auslassen kann. In jeder U-Bahn Haltestelle gibt es an jedem Ausgang mehrere Briefkaesten in welche man Formulare mit Rueckmeldungen oder Extrawuenschen versenken kann.
"Die U-Bahn ist sehr sauber und vorbildlich puenktlich. Nur eines stoert doch gewaltig: Die Menschenmassen, die sich in einem unertraeglich langsamen Schneckentempo durch die Stationen bewegen. So langsam kann ich mich einfach nicht bewegen, staendig sind die Ausgaenge und die Rolltreppen verstopft. Schon durch einfaches aus dem Weg knueppeln liesse sich dieser Missstand abstellen." hinterlasse ich als mein konstruktives Feedback. Ich wuerde mich sehr freuen, wenn dieser Vorschlag auf fruchtbaren Boden faellt und umgesetzt wird.
Eine unorthodoxe Idee hat sich die Regierung hier zur Bekaempfung der derzeit schlechten Wirtschaftslage einfallen lassen: Jeder Buerger bekommt einen Einkaufsgutschein im Wert von umgerechnet 85 Euro ausgehaendigt. Dieser Gutschein kann im Weihnachtsgeschaeft fuer alle Produkte ohne Einschraenkung genutzt werden und soll die nachlassende Konsumbereitschaft positiv beeinflussen.
Dieser Gutschein wird jedem Einwohner Taiwans ausgehaendigt, also auch Kindern. Touristen gehen leider leer aus. Grosser Gewinner der Aktion: Das 56 jaehrige potente Oberhaupt einer kleinen Sekte der mit den 32 Anhaengern weiblichen Geschlechts 56 Kinder hat. Er freut sich auf etwa 7500 Euro mit denen er dieses Jahr shoppen gehen kann.

Postwurfsendungen werden auch in Taiwan in alle oeffentlich zugaenglichen Schlitze gesteckt.

Ueberall auf der Welt beliebt: Snuupy, der sympathische Beagle aus den Pinatz-Comics.

Der letzte Anzug ist fertig, es kann also wieder heimwaerts gehen.
Ganz auf der Hoehe der Zeit kann man hier ueberall "Feeback" geben. Auf Baustellenschildern stehen Telefonnummern und Internetadressen unter denen man sich beschwerend oder lobend auslassen kann. In jeder U-Bahn Haltestelle gibt es an jedem Ausgang mehrere Briefkaesten in welche man Formulare mit Rueckmeldungen oder Extrawuenschen versenken kann.
"Die U-Bahn ist sehr sauber und vorbildlich puenktlich. Nur eines stoert doch gewaltig: Die Menschenmassen, die sich in einem unertraeglich langsamen Schneckentempo durch die Stationen bewegen. So langsam kann ich mich einfach nicht bewegen, staendig sind die Ausgaenge und die Rolltreppen verstopft. Schon durch einfaches aus dem Weg knueppeln liesse sich dieser Missstand abstellen." hinterlasse ich als mein konstruktives Feedback. Ich wuerde mich sehr freuen, wenn dieser Vorschlag auf fruchtbaren Boden faellt und umgesetzt wird.
Eine unorthodoxe Idee hat sich die Regierung hier zur Bekaempfung der derzeit schlechten Wirtschaftslage einfallen lassen: Jeder Buerger bekommt einen Einkaufsgutschein im Wert von umgerechnet 85 Euro ausgehaendigt. Dieser Gutschein kann im Weihnachtsgeschaeft fuer alle Produkte ohne Einschraenkung genutzt werden und soll die nachlassende Konsumbereitschaft positiv beeinflussen.
Dieser Gutschein wird jedem Einwohner Taiwans ausgehaendigt, also auch Kindern. Touristen gehen leider leer aus. Grosser Gewinner der Aktion: Das 56 jaehrige potente Oberhaupt einer kleinen Sekte der mit den 32 Anhaengern weiblichen Geschlechts 56 Kinder hat. Er freut sich auf etwa 7500 Euro mit denen er dieses Jahr shoppen gehen kann.
Postwurfsendungen werden auch in Taiwan in alle oeffentlich zugaenglichen Schlitze gesteckt.
Ueberall auf der Welt beliebt: Snuupy, der sympathische Beagle aus den Pinatz-Comics.
Der letzte Anzug ist fertig, es kann also wieder heimwaerts gehen.
16.11.08
Wurst Im Nationalen Palastmuseum
Wer nach Taiwan reist, der kommt um einen Besuch des nationalen Palastmuseums nicht herum. Dort befindet sich alles Wertvolle aus 5000 Jahren chinesischer Geschichte, hauptsaechlich also mehr oder minder bunte Porzellanvasen, Seidenmalereien und kalligraphisches zum Thema Chinesische Schriftzeichen.
Das Nationale Palastmuseum in Taipei
Besucher werden professionell in grossen Massen durch die Ausstellungsraeume gelotst. Der Eingangsbereich ist mit seinen Rolltreppen, Bus- und Taxistaenden, WCs und Einkaufszonen nicht weniger hektisch als ein x-beliebiger internationaler Flughafen. Im Unterschied dazu wird nur auf die laestigen Sicherheitskontrollen verzichtet, ansonsten hinkt dieser Vergleich nicht ueber Gebuehr.
In 5000 Jahren Geschichte hat sich eine riesige Menge von Exponaten angesammelt. Im 2. Weltkrieg wurde alles Wertvolle aus der alten chinesischen Hauptstadt Nanjing und der Verbotenen Stadt in Peking in Kisten verpackt und vor den anrueckenden Japanern in Sicherheit gebracht. Das hatte sich bewaehrt, und so haben die Truppen des Kuomintang den ganzen Krempel einfach orginalverpackt direkt weiter nach Taiwan verschifft als sie auf die Insel vor Maos Kommunisten flohen. Die Volksrepublik China ist bis heute stinksauer darauf, das ihnen ihre groessten Schaetze einfach so in einer Nacht und Nebelaktion gemopst wurden.
Zur Zeit gibt es im Museum eine interessante Sonderausstellung mit dem schoenen Titel „3000 Jahre Chinesische Wurstgeschichte“. Wer glaubt, das die Wurst in Deutschland erfunden wurde oder das die Chinesen nur Reis essen, der wird hier schnell eines besseren belehrt: Wurstrezepte von der Tang bis zur Qing-Dynastie; kulinarische Unterschiede zwischen Hunde-, Pferde- und Schweinewurst; technisches zur Wurstherstellung vom Schweinedarm bis hin zum Seidendarm (nur dem Kaiser vorbehalten) – all das ist ausgestellt und wird dem staunenden Besucher naeher gebracht. Auf der Seidenstrasse fand die Wurst dann zu Marco Polos Zeiten ihren Weg nach Europa und damit nach Deutschland. Zur Currywurst war es da nur noch ein ganz kleiner Schritt. Schoen: Nach altem Rezept gefertigte Wurstwaren werden dem Besucher zur Verkoestigung angeboten.
Frische altchinesische Wurstwaren
Links: Was optisch wie eine 1A-Bratwurst daherkommt entpuppt sich beim herzhaften reinbeissen als ein mit Reis gefuellter Schweinedarm.
Rechts: Kaisersalamihartwurst im Seidendarm, ist weniger lecker als es klingt und aussieht
Besucher werden professionell in grossen Massen durch die Ausstellungsraeume gelotst. Der Eingangsbereich ist mit seinen Rolltreppen, Bus- und Taxistaenden, WCs und Einkaufszonen nicht weniger hektisch als ein x-beliebiger internationaler Flughafen. Im Unterschied dazu wird nur auf die laestigen Sicherheitskontrollen verzichtet, ansonsten hinkt dieser Vergleich nicht ueber Gebuehr.
In 5000 Jahren Geschichte hat sich eine riesige Menge von Exponaten angesammelt. Im 2. Weltkrieg wurde alles Wertvolle aus der alten chinesischen Hauptstadt Nanjing und der Verbotenen Stadt in Peking in Kisten verpackt und vor den anrueckenden Japanern in Sicherheit gebracht. Das hatte sich bewaehrt, und so haben die Truppen des Kuomintang den ganzen Krempel einfach orginalverpackt direkt weiter nach Taiwan verschifft als sie auf die Insel vor Maos Kommunisten flohen. Die Volksrepublik China ist bis heute stinksauer darauf, das ihnen ihre groessten Schaetze einfach so in einer Nacht und Nebelaktion gemopst wurden.
Zur Zeit gibt es im Museum eine interessante Sonderausstellung mit dem schoenen Titel „3000 Jahre Chinesische Wurstgeschichte“. Wer glaubt, das die Wurst in Deutschland erfunden wurde oder das die Chinesen nur Reis essen, der wird hier schnell eines besseren belehrt: Wurstrezepte von der Tang bis zur Qing-Dynastie; kulinarische Unterschiede zwischen Hunde-, Pferde- und Schweinewurst; technisches zur Wurstherstellung vom Schweinedarm bis hin zum Seidendarm (nur dem Kaiser vorbehalten) – all das ist ausgestellt und wird dem staunenden Besucher naeher gebracht. Auf der Seidenstrasse fand die Wurst dann zu Marco Polos Zeiten ihren Weg nach Europa und damit nach Deutschland. Zur Currywurst war es da nur noch ein ganz kleiner Schritt. Schoen: Nach altem Rezept gefertigte Wurstwaren werden dem Besucher zur Verkoestigung angeboten.
Links: Was optisch wie eine 1A-Bratwurst daherkommt entpuppt sich beim herzhaften reinbeissen als ein mit Reis gefuellter Schweinedarm.
Rechts: Kaisersalamihartwurst im Seidendarm, ist weniger lecker als es klingt und aussieht
12.11.08
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